Eine nicht so häufig geschossene Disziplin ist das Ordonnanzgewehrschießen. Hier finden Repetiergewehre Verwendung, die vor 1963 ordonnanzmäßig geführt wurden, wie Z.B der K98, der Schwedenmauser oder das Enfield No 1 oder No 4. Ordonnanzmäßig heißt hier als Standardwaffe einer Streitmacht.

Es wird auf der 100m Bahn geschossen, vierzig Schüsse in Serien á 5 Schuss, zwanzig Schuss liegend, zwanzig Schuss stehend, eine echte Herausforderung, da keine optischen Zielhilfen wie etwa Zielfernrohre, benutzt werden dürfen. Das Zeitlimit beträgt fünfundvierzig Minuten.

Diese Disziplin können wir auf unserer heimatlichen Schießstätte nur eingeschränkt ausüben, da die Bahn nur 50m lang und die Energie auf 1500J begrenzt ist. Zu Trainingszwecken nutzen wir daher reduzierte Bleiladungen und den kleineren KK-Spiegel. Zum eigentlichen Training oder Wettkampf stehen 8 Termine pro Jahr auf einem externen Stand in Wahle zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

          K31 mit Zielfernrohr  (nicht für DSB Wettkämpfe)                                                                      seitliche Zielfernrohrmontage beim K31


  • Waffe: zugelassen sind Repetiergewehre, die bis einschließlich 31.12.1963 als Ordonnanzwaffen geführt wurden, der Nachweis der Originaltreue obliegt dem Schützen, Einzellader, Unterhebelrepetierer und Selbstlader sind nicht zugelassen

  • Munition: handelsübliche, auch wieder geladene Zentralfeuerpatronen
      
  • Scheiben: Breite des Ringes 10 = 50 mm, der Ringe 1 bis 9 = je 25 mm
      
  • Entfernung: 100 m
      
  • Anschlag: liegend freihändig - stehend freihändig, im Liegendanschlag darf ein Gewehrriemen (Tragriemen), der mit beiden Enden an der Waffe befestigt sein muss, verwendet werden
     
  • Programme: 40 Schuss bestehend aus zwei Serien liegend à 10 Schuss und aus zwei Serien stehend à 10 Schuss (Regel 1.58 SpO)